Erfahrungsberichte ab 2012 zum 

5-Tage-Meditations-Seminar - Rhön-Akademie Schwarzerden

         

Oktober 2012

 

 

"... Ich saß da in der Stille, mein Körper fühlte sich an wie eingesponnen in einen warmen, leicht vibrierenden Kokon, und nach meiner Wahrnehmung lugte aus dieser warmen Decke nur meine Nasenspitze. An dieser Nasenspitze nahm ich meinen Atem kalt und leicht wahr. Alles was um mich herum passierte, habe ich klar wahrgenommen. Andere Teilnehmer standen auf und verließen den Raum. Es war ohne Bedeutung für mich. Diesen Zustand habe ich unendlich genossen. Als ich die Augen wieder aufschlug, war der Raum leer und 1 Stunde vergangen. Über Tage hinweg nichts Reden zu müssen ist ein großes Geschenk. In einem Raum zu sitzen mit 20 Menschen, und es ist absolut still, leicht, und nur das zarte Trippeln von Mäusen auf dem Dach ist zu hören, hat eine ungeheure Qualität. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei."        Thomas L.                                                                                                                                                 

 

 

 

 

" ... Ich danke Dir für 5 überaus wertvollen und lehrreiche Tage, in denen ich eine Menge über meine Gedankenmuster und Teilpersönlichkeiten gelernt habe. In solch einer ruhigen Zeit ,in der es nur um einen selbst geht, habe ich Perspektiven gesehen, die sich mir sonst sicherlich nicht offenbart hätten. Ich baue auf diesem Wissen auf und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen!"   

i                                                                                                      E.Pejic

 

 

" ...  vielen Dank für die gemeinsame friedliche Zeit im Schweigen und Meditieren. Diesmal konnte ich mich in den Sitzmeditationen leicht tief entspannen und ein Gefühl von Freude, Weite und Frieden erleben. 

Die Meditation entwickelt sich über die Zeit tatsächlich immer weiter. 

Auf die Qi Gong-Übungen habe ich erstmals so einlassen können, dass ich sie richtig deutlich im Körper gespürt habe. Im Jetzt sein bedeutet wohl nicht nur mit der Achtsamkeit, sondern auch mit einem inneren Sich-ganz-darauf-einlassen. Die Retreats bei Dir kann ich nur sehr empfehlen, da du mir ein authentischer,sanfter und weiser Lehrer bist."                             Jürgen W.                                                                                                                                                                                         

 

                           

 

" ... Ich fand es so gut, das ich mich für 2013 auf alle Fälle wieder anmelden werde. War für mich einkleiner Schock nach dem Schweigen wieder an die Arbeit zu gehen. Bin haftengeblieben. Gedanken wie "Ein Jahr lang ins Kloster und schweigen"oder "Warum können wir das alle nicht mal öfter machen" haben sich gemeldet. Nutzt nichts. Der Alltag und meine Gedanken über die bevorstehende Arbeit unter Zeitdruck wollen bewältigt werden.Kennen Sie das auch, das alles was man so denkt und eigentlich auch aussprechen will, sich nicht mehr so ganz richtig anfühlt? Das hindert mich manchmal daran etwas zu sagen bzw. zuschreiben.Ich freue mich darauf wieder zu meditieren. Kann dabei die Gedanken so gut beobachten."                                                Ilona L.


 

" ... Für mich war die Stille das Besondere. Daraus und aus dem weg sein vom Alltag ergaben sich für mich Räume die ich hier zu Hause so nicht betreten kann. Dieses sich nicht produzieren müssen, einfach sein zu können, einfach nur mitfließen zu können, eröffnet einen Zugang, der nur in Stille möglich ist, denke ich. Erstaunlich auch wie schnell Gemeinschaft einfach da ist ohne großes Gerede...wie gut wir uns eben auch ohne dieses Geschwätz sofort verstehen, weil wir eben doch irgendwie wissen wie es ist....   Dann natürlich auch die besondere Energie in einer größeren Gruppe zu meditieren, einen Raum zu haben der diese Energie auch hält...das war wieder eine starke Erfahrung.

Und Belehrungen zu hören, Wissen zu vertiefen, auch zum wiederholten Male, es ist immer wieder neu und man dringt immer ein bisschen tiefer ein, versteht immer etwas mehr...auch sich selbst und den eigenen Geist.

Auch eine relative Einfachheit zu leben ohne virtuell oder sonst wie medial zugemüllt zu werden ist besonders, man kommt wirklich auf die Dinge zurück um die es geht, man sieht klarer, vielleicht wie ein Reset, die Antennen sind feiner....man passt einfach mehr auf, eben in Achtsamkeit....Mich persönlich bestärkt es zusätzlich den spirituellen Weg weiterzugehen, was auch von großem Nutzen ist, da im alltäglichen Leben oder im Arbeitsalltag doch manchmal die ein oder andere Welle sehr hoch schlägt ....Für mich ist das alles ein großes Geschenk auch persönlich, nach dem ich, wie Du mich ja kennen gelernt hast, mit dem Gesicht komplett vor der Wand stand und nicht mehr weiter wusste. Also Danke für diese Möglichkeit ..."                     Michael H.

 

 

 

"... Es war eine sehr reiche  und leichte Zeit, beglückendes Nichts-Tun  und   Geschehen- lassen.  Deine Anweisungen und Einführungen in die Mediation sind so einfach und klar gewesen, als ob es nichts Natürlicheres gäbe als sich auf den Augenblick und den Atem einzulassen. Die Übung der Wahrnehmung  des freien Raumes hat mir zu einer tiefen Erfahrung des Verbundenseins verholfen, dafür bin ich sehr dankbar. Dankbarkeit ist das Erste was mir zu dieser Woche mit Dir immer wieder einfällt, und ein festes Vorhaben beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. "                                                Ingrid B.

 

 

 

„ …. Während dieser Tage habe ich gelernt, die Umwelt um mich herum anders wahrzunehmen und nicht immer schnell schnell von einem Ort zum anderen zu hasten. Sondern die Umgebung mit einer anderen Aufmerksamkeit zu beobachten und das Essen ganz anders wahrzunehmen (achtsam eben). Ich finde, dass hat mir sehr gut getan. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich mich über Dinge gefreut habe, über die ich mich sonst nicht freuen würde, weil man einfach im Alltag mit zu vielen anderen Dingen beschäftigt ist … am Ende möchte ich hiermit zum Ausdruck bringen, dass mir diese fünf Tage die Augen wieder geöffnet haben für die wirklich wichtigen und schönen Dinge im Leben und das ich mir nicht so viele Gedanken über das gestern und morgen machen sollte, sondern am besten nur im Hier und Jetzt lebe... „                  Katharina  

 

 

 

Oktober 2013

 

".......    es ist immer wieder ein kleines Abenteuer sich auf die Zeit des Schweigens und Meditieren einzulassen.

 Man weiß nie was passieren wird. Erst einmal die Sehnsucht nach Stille und Rückzug in eine geschützte Umgebung.

 

Dank der einfühlsamen Anleitungen und der landschaftlich dafür wie geschaffenen Umgebung fällt es leicht sich darauf einzulassen.
Mir gefällt besonders die gelungene Mischung des Tagesablaufes. Sitzmeditationen wechseln sich mit Chi Gong Übungen, Geh-Meditationen und Vorträgen ab.
Was dann alles in einem selber erscheint ist nicht zu beschreiben, das muss man einfach selber erfahren.
Diese Ruhe und Klarheit die sich dann einstellt. Einsichten jagen Einsichten und sind letztlich doch nur Gedanken und Fantasie. Aber wer weiß das schon.
Ein kurze Meditationserfahrung von mir bei der Abendmeditation: Regentropfen - Bein - es atmet, Regentropfen - Bein - es atmet.  Was für eine Freude das es atmet. 
Es war wunderschön. So schön, das ich mich am letzten Tag trotz aller Einsichten und Wissen dem Abschiedsschmerz hingegeben habe.
Ich wünsche Dir alles Liebe und wir sehen uns vielleicht im November oder Dezember in der VHS Fulda wieder ... "                                          Ilona L.

 

                                                                                                             

 

 

 

" Dies ist ein Versuch meine unbeschreibliche Erfahrung der letzten Tage in Worte zu fassen. Denn: Wie ist es möglich, über sich selbst so erstaunt zu sein, wie ich es in den letzten Tagen war?

Und wie ist es möglich, einen an meiner Seite Meditierenden, mir völlig fremden Menschen durch den Rhythmus seines Atems kennen zu lernen?

Wie ist es auf einmal möglich, den Geist in der Meditation so zur Ruhe zu bringen?

Die Antwort lautet:  

                              Es war im Moment

                              mit einem wunderbaren Lehrer,

  •                       an einem stillen Ort,                              
  •                                im Schweigen,
  •                                in konzentrierter Meditation und
  •                                mit einem Lächeln im Gesicht möglich.

Ich bin sehr dankbar für diese intensive, schmerzliche und wunderschöne Erfahrung! "                                                                                  Sabine L. 

 

 

 

 

" ... ich bin nun zum zweiten Mal dabei und habe festgestellt, jedesmal ist es anders und immer wieder spannend. Ich habe mich dieses mal zu Anfang sehr stark gefühlt und doch gab es wieder eine Menge neues für mich zum Lernen und Anschauen. Mein Raum ist jetzt weit und groß geworden und ich habe den Platz den ich brauche. 

Die Übungen mit „Focusing“ waren toll für mich, ich nutze jede Gelegenheit zum Ausprobieren. Ob ich in die Stadt laufe, am Bus warte, es entspannt total den Moment zu Erleben und wie schnell er wieder vorbei ist. 

Aber wenn ich das tue, sehe ich Dinge, die mir sonst nie aufgefallen sind und es gibt viele Momente der Erheiterung und der Freude. 

So kann ich mein Gedankenkarussell wunderbar abstellen oder anhalten. 

Die Momente alleine und in Ruhe zu frühstücken oder eine Mahlzeit zu mir zu nehmen, nur die eigenen Geräusche zu hören, sind für mich noch wertvoller geworden und ich kann daraus auch meine Kraft schöpfen. 

Auch der Gedanke an das Sterben hat für mich nichts mehr Erschreckendes und ich fühle mich dabei nicht mehr mit Angst erfüllt, es ist gut so, wie es ist.               Vielen Dank Matthias. "                                                                     Ursula S.

 

 

 

April/ Okt. 2014 - 17


" Der Retreat war wieder wunderbar. 

Ich bin wieder einen gigantischen Schritt weitergekommen.

Beim ersten mal hatte ich ja schon die Erfahrung gemacht, dass die Meditation „wirkt“ und auch noch das ganze Jahr in meinen Alltag präsent war. Und dies, obwohl ich die Meditationen gar nicht sehr „tief“ empfunden hatte. Ich war nicht abgetaucht, wie man es auf Traumreisen oder ähnlichen erlebt. Das „Nicht bewerten“ habe ich ein Jahr lang geübt und es hat mich enorm weiter gebracht und von Problemen befreit. Ich konnte mich mit meinem Herz verbinden.

Dies hast Du dieses mal auch wieder gut rübergebracht: Es gibt nichts zu tun, nichts zu bewerten oder abzuweisen. Alles darf da sein.

Diesmal hatte ich gar nicht erst die Erwartung, dass man irgendwo hingeht. Ich freute mich bereits auf das „Ankommen“.

Und ich bin wieder angekommen. Diesmal hast Du mich mit dem Satz „setze Dir nicht den Kopf des Anderen auf.“ Aus dem Gleichgewicht gebracht. Da habe ich begriffen, das ich üben will, aus meinem eigenen Augen zu schauen.

Zur Zeit bin ich völlig aufgeregt, weil ich es jetzt mal geschafft habe einen Konflikt völlig anders anzugehen: Mit Achtsamkeit und Zulassen habe ich auch meine Verantwortung für die Geschehnisse gesehen.

Ich bin ein Teil und mit allem Verbunden! Puuh! Das war gigantisch. Eine völlig neue Perspektive!

Auch dies hast Du ausgelöst und dafür bin ich Dir sehr dankbar.

Ich werde versuchen im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Traurig war ich nur, weil die 5 Tage so schnell rum gegangen waren. Beim nächsten Mal werde ich achtsamer sein und nicht mehr so viel Ablenkung in der freien Zeit zulassen."                           Annette  B.                                                       

 

 

 

 

„Dies war mein 3. Retreat, 5 Tage im Schweigen,  in der Rhönakademie in Schwarzerden und es ist wieder eine neue Erfahrung für mich.

Wir waren 17 Teilnehmer und ich habe mich in der Meditationsgruppe sehr wohl gefühlt. In den ersten zwei Tagen hat uns Matthias wieder gelernt zur Ruhe und zu unserem Atem zu finden. Jeder Tag hatte für mich einen sicheren und vertrauten Rhythmus und ich konnte mich gut in die Sitz- und Gehmeditationen einfinden. Die Falun Gong (ähnlich dem Qi Gong) Übungen am Morgen nach dem Frühstück waren mein Favorit. 

Die Übungen der Achtsamkeit in der Ruhe sind eine Herausforderung für mich, der ruhelose Geist in mir, die immer wieder kehrenden Geschichten bekommen in dieser Zeit ihren Platz auf ganz sanfte Weise zugewiesen. 

Es gab viel Neues zu erleben z.B. die Gehmeditation, gehen in der Natur   „ohne Kopf“ d.h. ich stelle mir vor er ist einfach nicht da. Das Ergebnis war verblüffend, alle Emotionen waren bei mir ausgeschaltet und ein Wohlgefühl hat sich verbreitet. Ich konnte alles ganz intensiv wahr nehmen, ohne damit irgend etwas zu machen. Diese Übung wird mir mich sehr oft begleiten. 

Jeder Tag ist anders und wieder neu, aber mein Atem begleitet mich immer, er sagt mir das ich lebe und er hat diesmal seinen Namen bekommen, den ich herbeiholen kann, wenn Gedanken und Geschichten zu anstrengend für mich werden. 

Vielen Dank an Dich Matthias für diese Zeit, für das Wiederholen von bekannten Übungen, das gibt mir Sicherheit und für die neuen Erfahrungen, auch für vertraute Worte aus Deinem Leben als Familie und Deinem Leben als Waldmönch des Theravada Ordens in Thailand und vieles mehr.

Das Leben wird im Fluss bleiben, aufregend, spannend und jeden Tag neu, wie ich ihm begegne das ist die Kunst des Lernens aus den Meditationsübungen. Der Weg ist mein Ziel und ein Ende wird es wohl nicht wirklich geben.“ 

                                                                                                           Waltraud S.

 

 
 

 

" ... die Meditationswoche hat viel in mir bewegt und ich bin immer noch am Sortieren und Nachdenken und Nachfühlen und bin innerlich noch aufgewühlt. Vieles ist an die Oberfläche gelangt und es ist für mich nicht ganz einfach, wieder in den Alltagzu finden ... äußerlich schon ... aber innerlich ist noch einiges im Chaos.

Die Gesprächemir dir haben mir gut getan und ich hab mich getragen und verstanden gefühlt... von deinen Worten, deinen Geschichten, deiner Ehrlichkeit und Authentizität.  Vielen Dank dafür. (....)

Was die Meditation betrifft.... fühle ich mich noch weit davon entfernt eine "Richtigkeit" zu empfinden ... ich   denke immer noch, dass ich etwas falsch mache, dass ich nicht richtig meditiere ... mein Kopf ist eben ziemlich"starrköpfig" und lässt sich nicht gerne "ausschalten".

Eine ganz wichtige Einsicht habe ich noch erlangt ... ganz am Schluss in der letzten Meditation. Ich habe gemerkt, dass ich mit dem Thema "Loslassen" bzw. "Festhalten" schon ziemlich lange ein Problem habe. Loslassen kann ich nur von etwas an das ich gebunden bin ... diese Bindung habe ich versucht zu visualisieren ... es sah aus wie ein Strahl der angedockt ist ... an eine Person, 

an eine Meinung, an einen Gegenstand, an eine Vorstellung ... was auch immer. Mir ist aufgefallen, dass ich versuche diese Verbindung mit Gewalt zu lösen ... ich zerre an ihr, ich reiße, ich schlage auf sie ein ... dabei passiert etwas ganz logisches ... die Stelle an der die Verbindung angedockt ist versucht, jetzt erst recht festzuhalten ... sie krallt und klammert sich fest, krampfhaft und panisch ... da habe ich verstanden, dass "Loslassen" ein aktiver Prozess ist. 

Die Verbindung lässt sich nicht mit Gewalt lösen sondern nur durch ein aktives bewusstes Lösen der Verbindung... meine Worte die ich suche sind nur Symbole für das, was ich da meine verstanden zu haben ... das heißt auch nicht, dass ich das jetzt auch schaffe... nur, weil ich den Mechanismus glaube begriffen zu haben ... aber es hilft mir, den Kampf zu erkennen den ich führe, und der das Gegenteil von dem bewirkt, was ich mir eigentlich wünsche ... das ist wertvoll."

                                                                                                                 A.TN

 

".....  Jetzt möchte ich Dir noch etwas erzählen: Nach dem letzten Retreat hat die Zeit der inneren Ruhe lange angehalten und ich habe mehrere Gedankenlücken erlebt. Das erste mal bin ich richtig erschreckt. Und seit dem muss ich über dieses Erschrecken lachen! Ich habe anschließend gedacht: "Hey, eben hab ich nix gedacht!" Wie lustig dieses Ereignis war, wirst wohl nur du verstehen. Ich habe es sonst auch noch niemandem erzählt. Alles Liebe, deine gedankenlose Freundin."                                                         Nahet I.                                                                             

 

 

 

"Dies war mein vierter Retreat mit Matthias als Meditationslehrer und 17 weiteren Teilnehmern, der Raum war gut gefüllt. Der Wechsel von der Stille in mein Leben war gefühlt gut. Die Zeit des Schweigens, der Zeitraum ist immer der Gleiche, hat mir genügend Zeit und Raum gelassen auf mein bewegtes und lebhaftes Leben, die „Geschichten“ die bei mir entstanden sind, hinzuschauen. Ich habe mir aus einer Übung der „Teilpersönlichkeiten“ die für mich wichtigen oder die präsentesten hergeholt z.B. den Gleichmut, das Wohlwollen und den „großen weiten Raum“. Diese waren für mich diesmal am nähesten und sie verdienen meine Aufmerksamkeit. 

Der „Atem“, den ich mit einem „Wort“ für die Ein- und Ausatmung begleite, d.h. ich konzentriere mich auf ihn, ich beobachte oder verfolge ihn hin zu meinen Körperteilen wie z.B. die Unterlage auf der ich sitze, den rechten und den linken Arm usw. so habe ich die Möglichkeiten, wenn in der Stille „meine“ Geschichten in meinen Geist die angeforderte Stille stören, ihn zu meinem Freund und Begleiter zu haben. Das Gefühl ihn zu spüren ist gut und zuverlässig. 

Zwei Worte möchte ich noch erwähnen, die jetzt meinen Alltag begleiten, sie heißen „nicht jetzt“ und „hierbleiben“.

Für alles was ich aus meinen vorherigen Retreats schon kannte, für alles „Neue“ und anders angebotene vielen Dank an Dich, Matthias. Und möge Dir die Vielfalt Deiner Meditationen, Vorträge und Ideen die Du für uns Alle in dieser Zeit wachsen und entstehen lässt erhalten bleiben. Dies macht aus dem von mir auserwählten Retreat das sogenannte  „Sahnehäubchen".           WaSt.

 

  

 

" ... für die sehr intensiven und für mich außerordentlich aufschlussreichen Tage möchte ich mich auf diesem Wege noch einmal ausdrücklich bedanken.

Wie ich Ihnen bereits mitteilte, wachte ich in der Nacht vorher auf, hatte, da wo ich oft eine Verkrampfung im Bauch spüre, ein angenehmes Wärmegefühl, welches sich wie eine Energiequelle anfühlte, die aus den bisherigen Verhärtungen gespeist wird. Gleichzeitig kam eine Idee für die lange unbequeme Frage"Wer bist du?" 

Ich habe diese Idee geprüft und für über den Tod hinaus als beständig befunden. Meine Anwort hieß: Ich bin ein Sucher nach Wahrheit, Weisheit und Liebe. 

Dies begründet letztlich auch meinen Glaubensweg.

Den Glauben, als manifestiertes Dogma, wie ihn Teile der kath. Kirche gerne den Gläubigen aufdrücken möchten, ist für mich ebenfalls nicht existent.  

Dies hat in meiner Begrifflichkeit nichts mit Glauben zu tun. Glauben ist nicht Wissen. Mir kann niemand vorgeben, was ich zu Glauben habe, ohne es zu wissen. Bei genauerer Betrachtung muss ich demnach Buddha beipflichten, dass es "den Glauben" nicht gibt. Das was ich unter dem Begriff Glauben abgelegt habe,ist eigentlich der Weg des Glaubens. 

Unter dem Weg des Glaubens verstehe ich, aus Tatsachen bzw. geprüftem Wissen und Inspiration ein Stück Glaubensweg weiter zu bauen, zu prüfen ob er tragfähig ist - und bei Bejahung der Frage, den Schritt gehen und das nächste Stück Weg zu bauen ... "                                                                         Jo.Je


 


"Nach diesen intensiven 5 Tagen, gehe ich in die Welt zurück und möchte alle Menschen dazu einladen, diese Erfahrung zu machen, weil mir alles andere gerade sehr oberflächlich vorkommt. Aber gleichzeitig weiß ich natürlich, dass jeder selbst seinen Zeitpunkt finden muss, an dem er sich darauf einlässt, mit sich selbst in diesen intensiven Kontakt zu gehen. Das Spannende dabei ist ja, dass man nie weiß, was dabei herauskommt. Ich gehe aus diesen Tagen hervor mit vielen neuen Erkenntnissen über mich selbst, mit mega-intensiven Erlebnissen und einer sehr geschärften Aufmerksamkeit. Und nebenbei, mit soviel Energie, dass ich, als ich heim kam, erstmal meinen Garten umgegraben habe ... "                                                                                                Kuhdry 



 Einen Moment Achtsamkeit und Gleichmut 
(20.10.2016, 5. Retreat in Schwarzerden)

 

Morgens auf dem Weg zur Meditationshalle glänzen die Wiesen dunkel. 

Ich betrete den Raum und die goldene Buddha-Statue lächelt mich an.

 Langsam gehe zu meinem Platz. Jeder Schritt ist mir bewusst. Ich fühle körperlich das leichte Vibrieren des Holzbodens und die Stille im Raum. Leise füllt er sich nach und nach. Wir schweigen seit vier Tagen. 

Ohne meinen Blick zu heben, erkenne ich den Mann, der immer an meiner rechten Seite sitzt, an seinem Gang, als er durch den Raum geht. Er setzt sich mit konzentrierten Bewegungen neben mich. Sein Atmen ist so ruhig, dass ich ihn nie höre. Seine Energie ist ein Geschenk für mich. 

Alle haben ihren Platz eingenommen, Matthias spricht weise Worte zu uns, die Glocke ertönt und die Meditation beginnt. Im Raum ist die Stille vollkommen! Warm umhüllt mich mein alter Wollpullover. Habe ich ihn jemals so wohlig auf meiner Haut gefühlt? Mein Atem fließt ruhig, mein Herz schlägt gleichmäßig und Geborgenheit breitet sich in mir aus. 

Ein wunderbaren Moment: kein Gedanke in meinem Kopf, kein Wollen, keine Ablehnung. Ein zeitloser Moment. „Könnte ich doch ewig so weiter sitzen“. 

Und schon ist er vorbei. Ich konzentriere mich wieder auf meinen Atem und 

sage den aufziehenden Gedanken: „Jetzt nicht!“.                                 Sabine L.



 

.... ich frage jetzt sehr bewusst und nicht einfach nur so - wie geht es dir? 

 

Wie ich ja nun weiß, ist die Frage nicht ganz so einfach wie bislang gedacht. Und ich werde die Frage in Zukunft wohl mit Bedacht und einer anderen Perspektive auf die Dinge stellen. Und auch wenn ich gefragt werde, wird meine Antwort aufgrund der Erfahrung, die ich aus dem Seminar mitnehme, anders und bewusster sein als noch davor.
Es sind die vielen neuen Denkansätze, die mir in der vergangenen Woche gekommen sind, und Übungen die ich so wertvoll finde und die noch spürbar nachwirken.
 Ich kann zwar noch nicht behaupten wieder in meiner gefühlten Mitte angekommen zu sein, aber ich hatte mehrer Momente während den Meditationseinheiten, in denen ich ein Gefühl der Selbstversöhnung in meinen Bewusstseinsraum zulassen konnte (insbesondere war da deine Anleitung zur Achtsamkeit für den inneren Raum und die Übung mit den Persönlichkeitsanteilen förderlich). 

 

Ich muss mir eingestehen, dass ich insgeheim doch die Hoffnung hatte, dass ich nach dem Seminar wieder vollständig mit mir im Reinen bin und meine Mitte wieder hergestellt ist. Aber einsehen muss, dass es wahrscheinlich erst der Anfang des Weges ist, den ich gehen muss, um den Frieden in mir zu finden.
Zurzeit bin ich, oder eher gesagt mein Verstand, sehr verwirrt über die neue Sichtweise auf das Leben und die Dinge im Alltag. Ich nehme deutlich wahr, dass mein Verstand versucht etwas zu begreifen, was sich womöglich nicht begreifen lässt .....                                                                    Julia  (Okt. 2017)

 

 


Die 5 Tage haben mir einfach nur gut getan

Fast an der Grenze zum Burn-out, begleitet von Schwindel und Erschöpfung, kam dieses Seminar für mich wie ein „Geschenk des Himmels“. 

Ich wusste gar nicht mehr, wie sich das Leben ohne Hetze und Stress und Verpflichtungen anfühlt. Jetzt erlebe ich die Ruhe, Stille, den Augenblick noch viel bewusster. Dank Dir! 

Ich kann meine vorherrschenden Persönlichkeitsmerkmale, die im Stress zur vollen Entfaltung kommen, besser annehmen und einordnen. 

Das hilft mir und tut mir gut.

Ich bin immer noch fasziniert, wie sich ein ruhiger Atem und das „im Hier und Jetzt sein“ überaus wohltuend auf Körper und Geist auswirken! 

Endlich habe ich einen Weg gefunden, mich selbst zur Ruhe zu bringen. 

Das fehlte mir schon soo lange in meinem Leben, da ich ein ziemlich schnelles, wuseliges und total hektisches Wesen habe. 

Ich war so dermaßen im Hamsterrad des Alltags, teilweise richtig „kopflos“ in einigen Momenten, überhaupt nicht mehr wirklich da und bei mir. Jetzt fühle ich mich wieder „eingenordet“ und es fühlt sich gut, warm, zufrieden, ruhig und ausgeglichen an. 

Ich werde mir jetzt jeden Tag einen kleinen Freiraum schaffen, um mich weiterhin in der Meditation zu üben, denn ich habe das Gefühl, dass ich dadurch wieder richtig zur Kraft komme und längerfristig gesund bleiben kann. 

Und dadurch den Alltag besser meistern kann. Herzlichen Dank für diese reichhaltige Erfahrung! Ich komme wieder!                        Chr.   (Oktober 2017)